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Legion.
christlicher Soldaten geschehen seyn soll, und deren umdeswillen unter dem Nahinen der donnernden Legion(Legio fu'.minonix) von heidnischen und christlichen Schrift-stellern der damahligen Zeit gedacht wird. Es ist von äl-tern und neuern Gelehrten sehr viel über die Zuverlässig-keit dieser Sache gestritten worden; und noch bis jezt istes unmöglich, die ganze Begebenheit in ein solches Lichtzu stellen, daß man Wahrheit und Erdichtung genau voneinander scheiden könnte. Hier ist eine kurze Erzählungvon dieser sonderbaren Benennung.
Marcus Aurelius Verus Antoninus, mit demBeynahmen Philosophus , der vierte Kaiser im 2ten Jahr-hundert nach Christi Geburt, setzte den Krieg mit denMarcomannen und O.uaden fort, den er bald nach An-tritt seiner Regierung anfangen mußte, weil diese imheutigen Böhme» und Mahren wohnenden Völker, inPannonicn (dem heutige» Ungarn) eingedrungen waren.Er war öfters schon glücklich gegen dieselben gewesen;dieses machte ihn, wie es oft mit dem klügsten Feldherrnder Fall ist, hitzig und weniger vorstchtig, als er bey demso sehr veränderlichen Kriegs-Glücke hätte seyn sollen.Als er sie cinstmahls unweit dem Flusse Gran fast gänz-lich geschlagen hatte, ließ er so nnbehutsam nachsetzen,daß diese, der Gegend kundige Feinde ihn tief in eine ge-birgige Gegend lockten, aus welcher er sich nicht anders,als mit dem sichtbarsten Verluste retten konnte, und wo-durch alle seine vorigen Siege auf einmahl fruchtlos ge-macht worden wären. Hier stand er nun mit seinemHeere, und wartete auf einen geschickten Zeitpunct, woihm vielleicht der schon rriumphirende Feind selbst Blößegeben würde, und er sich mit Ehren aus der gefährlichenLage ziehen könnte. Der Feind war zwar genug ge-schwächt, daß er sogleich keinen Angriff wagen durfte,
aber