Hoo
chen Hautchen, welche nach voi-ausgegangenem Aufschnei-den abgezogen und gesondert, sodann gefärbt werden.Die einzelnen Theile der Blumen gehen aus einer Handin die andere, bis zuletzt eine einzige Person aus denverschiedenen Theilen das Ganze zusammensetzt. Gewöhn-lich ist die Verfertigung derselben eine Beschäftigung jun-ger Mädchen. Die mchrsten Blatter müssen eine gekräu-selte, gebogene oder gerundete Gestalt bekommen, welcheman ihnen durch cigcnds dazu geformte, erwärmte Eisengiebt. Das natürliche Gummi der Coconshäute macht,daß diese Biegungen bleibend sind. Genua, Bologna undMailand in Italien, Paris und Lyon in Frankreich, Ber-lin und Wien in Deutschland haben sich in der Verfer-tigung dieser Blumen einen vorzüglichen Ruf erworben.
§. 35o.
Wie bei den Klcidgewcrben die Verfertigung derKleidungsstücke das Letzte war, so ist auch hier die Ver-fertigung des Putzes das Letzte. Da nun überhaupt derPutz vorzüglich Sache des weiblichen Geschlechtes ist, soist auch die Putzmacherinn die Künstlerinn, welche ihn ver-fertigt. Er ist nicht nur seinen einzelnen Theilen, sondernnoch mehr seinen Formen nach höchst verschieden und ver-änderlich, so daß das Motto des Frankfurter Mode-Jour-nals: Oiverzits c'est ML stvvrzs, seine Tendenz sehrrichtig ausspricht.
Dritte