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früherer Aufsatz des verewigten Herrn Geheimen-Raths Karsten über den Gypsbei Sperenberg, über dessen Inhalt Erwähnung geschehen soll, ist dem Publikonicht mitgetheilt worden.
Geschiebe.
Herr Hausmann erwähnt ausschliefslicli in seinen Schriften der in der Ge-gend nördlich Hannover, und zwischen Braunschweig und Hamburg in den lüne-burgischen Heidegegenden vorkommenden zahlreichen Geschiebe von o‘ft ansehnli-cher Gröfse, und findet hierin einen Gegenstand von ^geologischer Wichtigkeit.Pag. 3. seiner Reise durch Skandinavien sagt er: „die grofse Mannigfaltigkeit ih-rer Arten und Gemengtheile zog auf der ganzen Wandrung durch die Haide meineAufmerksamkeit auf sich. UnwillkUhrlich wird man bei ihrem Anblick auf eineVergleichung zwischen ihren Massen und denen des zunächst gelegenen Gebirgesgeleitet; und wie grofs mufs denn nicht das Erstaunen seyn, wenn man in ihnenGebirgsarten und einfache Fossilien erkennt, die der aufmerksamste Beobachter ver-gebens am Harz aufzufinden sich bestreben würde. Namentlich gilt dies von somannigfaltigen Abänderungen des schönsten, oft grofskörnigen Granits, welchemhier Thallit, dort Granat eingemengt ist; von vielen Varietäten grobfasrigenGneuses, von Glimmerschiefer, Chlorit-, Talk - Hornblendschiefer, von mannigfal-tigen Porphyren. Ist schon der Anblick von so unendlich vielen und grofsen Fels-Trümmern, in. so bedeutender Entfernung von festem Fels, überraschend, so ■ aufsdie Bemerkung ihrer fremdartigen Zusammensetzungen noch um Vieles die Schwie-rigkeiten vermehren, ihr Vorkommen auf der Haide genügend zu erklären.“
Wie in der Lüneburger Haide, so auch in den Marken finden sich mehr ineinzelnen Distrikten vorwaltend, z. B. in der Gegend zwischen 0 der b er g und Liepe,zwischen Leuenbergund Dannenberg auf der zweiten Hälfte des Weges von Berlinnach Freyenwalde, hei Bucke ohnweit Münchenberg, im Ganzen aber mehr grup-penweise als regellos zerstreut, äufserst zahlreiche, zutn Theil ansehnliche Ge-
schiebe von Ur- und Uebergangs - Gebirgsarten am Tage, welche weder von denmir bekannten schlesischen, noch sächsischen, noch Harzgebirgen translocirt wor-den seyn können. Den hiesigen Gegenden am nächsten liegt das sächsische Erzge-birge und von dem dort vorherrschenden Gebirge, dem Gneus, findet man in derMark nur selten eine Spur. Gewöhnlich sind es Granit, Hörnblendgeslein, Sye-nit und selbst Kiegelschiefergeschiebe, welche man auf den Feldern • anlrifll. Un-,endlich ist die Mannigfaltigkeit der Geschiebe ersterer Gebirgsart in Hinsicht desVerhältnisses ihrer Gemengtheile und ihres Korns, welches- hauptsächlich bei denFeldspathparthieen vom Uebergrofsen bis in das ganz Feine übergeht. Aufserwe-