Band 
Ein und achtzigster Theil, von Lothse bis Lustgebüsch.
Seite
69
JPEG-Download
 

Lotterie.' 69

Da die Zahlenlotterien für den Unterneh-mer so vortheilhaft sind, so werden sie gewöhn-lich auf Rechnung des Landesherr» verwaltet,daß man sie sonst zu verpachten pflegte.Der Landesherr ist auch am besten im Stande^ Einkünfte aus dieser Lotterie durch Besirci«tsMg der Ausgaben des SkaatS, oder durch Be-svrderung verschiedener nützlicher Zwecke wieder>n Circulation zu bringen; dahingegen eine Pri-^atpcrsvn den Vorteil dieser Lotterie sehr kärg-an sich halten, oder gar aus den» Landeschicken könnte. Das Letztere ist in vorigen Zei-ten öfters geschehen, als noch mehrere Italiener!>ch das Privilegium zu einer Zahlenlotterir hiertchd da zu erschleichen wußten, und am EndeMit ihren gesammelten Schützen in ihr Vater«land zurück kehrten. Aus der einzigen Stadt^rag sollen auf diese Art vordem an 4 Millio-nen nach Italien gegangen seyn, und aus Mün-chen jährlich 220000 Gulden, als der reine Ue-berschnßj der den Unternehmern nach Bestreitungaller Unkosten jährlich übrig blieb. *)

Nach diesen allgemeinen Bemerkungen überEinrichtung der Zahlenlotterien füge ich hier,um das Vorstehende zum Theil zu erläutern,theils zu ergänzen, da ich noch mancherley un-berührt gelassen habe, die Beschrcibang derBer-lmer Zahlenlottcrie hinzu, so wie diese seit demJahre 1794, nach der Veränderung, die da-mahls mit dem Lotteriewescn, dem unten zu er-mähnenden Königs. Edicte zu Folge, vorgenom-men wurde, hier besteht.

E z Plan

S. Ueber das Lotto, Lräuuiereyeii eliies Wachende»zu», Aufwecke» der Schlafende». Ohne Dructorl.(.München) 8 . S. -07 und