Band 
Ein und achtzigster Theil, von Lothse bis Lustgebüsch.
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Lotterie. 'o,

sie haben, doch auch manchen durch beträchtlicheGewinne beglücken, und ihn der Armuth ent-heben. Mancher Arme, sagt man, würde seineganze Lebenszeit hindurch im Elende schmachtenmüssen, wenn ihm nicht Wege offen ständen,auf eine leichte und bequeme Art sein Glück zumachen; denn Fleiß und Arbeit allein bahnt nieden Weg zu großen Reichthümern, es müssenwirkliche Glücksumstände eintreten, wenn ein Ar-mer zum Besitz von Tausenden gelangen soll.Das nächste und bequemste Mittel sein Gluckzu machen, findet er in der Lotterie, er ergreiftes und wird es wirklich, und das für ein klei-nes Risiko von wenigen Thalern.

Dieser Vortheil, welchen man der Lotteriebeylegt, verdient im Ganzen genommen durchausnicht in Betracht gezogen zu werden, weil dieMenge derer, die durch die Lotterie unglücklichwerden, dagegen viel zu groß ist. Gern kannman zugeben, daß man durch saure Mühe undArbeit nicht Tonnen Goldes erwirbt, und daßnur außerordentliche Glücksumstande dieses allesbewirken können; aber ein zweckmäßiges, sicheresund minder gefährliches Mittel, Reichthümer zuerwerben, findet man in den Lotterien wirklichnicht. Unter Tausenden macht vielleicht Einerdurch die Lotterie sein Glück; aber dieses wirdimmer nur ein so genanntes blindes Ungefähr,oder eine Bestätigung der Regel seyn, daß meh-rere Tausenden verlieren, ehe einem nur ein gro-ßer Gewinn zu Theil wird. Ein billigeres Ver-hältniß kann der Unbefangene bey Lotterien wirk-lich nicht finden. Und nun bedenke man, wiemancher Fluch und Seufzer auf einer solchenSumme ruht, woran so mancher Tropfen Schweißder Armen klebt. Denn Tausende der Dürfti-

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