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Physica, oder Natur-Wissenschaft / Johann Jakob Scheuchzer
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294
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294 Natur- Wiſſenſchafte bewequag der Geuſterea/ und des Gebluͤts.Bey den Menſchen aber ſind die eigentlich ſo ge-name Gemuͤhts⸗ Bewegungen/ da erzegen

und bewegen ſie ſich mit roi en/ oder anch willen //der Seelen daher ſehen wir/ daß ſich die erzoͤrn -

te Hund bald widerum beſaͤnftigen. Da hinge-

gen die Menſchen bey neuer vorſtellung oder er-

innerung einer angethanen Unbill auch aufs neue

ſich er ornen z daher kommet der lodiliche Haß/unaußloͤſchliche Feindschaft/ beſtaͤndige Rach-gier/ ſo etwan ſich er ſtreckt auf Kind und Kinds -kind. Ja daher komt/ daß der Menſch nit nur oͤf -teren, onder auch mehreren affecken unter worf-fen iſt/ als die Thier; gewißlich eine Hoffnung/Verzweiflung/ Eiferſucht/ borſetzliche Nachgie-riakeit Gewiſſens-Oual/ ſind dem Menſchen ei-gen/ und koͤnnen den unbernuͤnftigen Thieren nit6 daher k die Sittligkeit/ Guteder Sitte. Eben daher kommet die Sittligkeit/ Guͤte

1 und Boßheit menſchlicher Verꝛſchtungen. De-

. dens! nen d münftegſten Thieren werden keine Geſatz42 chen Ber, borgeſchrieben/ ſie koͤnten ſte nit berſtehen/ und1 richtungen. folal ch nut halten/ odel darwider ſuͤndigen/ ha-1 ben deßwegen zuerwarten weder Belohnung1 noch Straff/ die Menſchen aber konnen die von

Gott und Menschen ihnen borgeſchribene Ga-tungen faſſen/ beiſtehen daruber urtheilen/ ih-neu folgen/ oder ſich ihnen vorſetzlich/ und muth-willig widerſetzen/ auß freyem willen thun/ wasie thun/ begehen aſſo eie entlich zureden ſtraff-ahue Laſter/ a e/ lobwuͤrdige Tu.genden. So daß allhier gleben ſich erſcheinet/ wie dieerſten Fundannatilrlichen/ menschlichen und(Fate a

als im vorbeyge-

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auß diser des Leibe/ und GemuͤßgeJeder Natur- Wiſſenſchaf;1 gichelen. 95 1

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