Luftbad. 27 r
her haust sich dasselbe in der Lunge an; die Be-ängstigung uiinn.t über Hand, und der kleinePu!ö, die blasse Gesichtsfarbe, die Kalte derGlieder, beweisen, daß das Blut in den inwen-digen Theilen zurückbleibe, und daß'es die zu-sammenziehende §craft des Herzens nicht bis indie kleinsten Adern forttreiben tonne.
Eö erhellet hieraus, warum überhaupt dieVergnügungen der Gesundheit zuträglicher sind,als das Mißvergnügen. Die Vergnügungen be-schleunigen die Zujammenziehungen des Herzen^,ohne eS zu nöthigen, sieb über lein gewöhnli-ches Maß auszudehnen. Solchergestalt machensie den Puls geschwinder, ohne ihn sonderlichvoller oder durch drc Masse des Blnrs heftigerz« machen. Daher haben sie den uluersckwidel,-den Characrcr, daß sie das Herz bestehen underleichtern, den Kreislauf lebhafter machen undbeschleunigen, die Absonderung aller Säfte inden Eingeweiden befördern, das Blut in diekleinsten Gefäße führen, und die Ausdünstungder Haut vermehren.
Luftbad, die Handlung des Badens, so fern siezur Lust, d. i. zum Vergnügen gcschreht. I- gli-chen ein Ort, wo man zum Vergnügen badet,oder ein zum Baden eingerichtetes Gebäude,welches bey den airen Römern und Griechensehr prächtig errichtet war. Eü gehörten dazuzwey Badesale, deren jeder einen ziemlich gro-ßen Wasserbehälter zum Baden enthielt, wel-cher mit steinernen Treppen versehen war, um dar-auf herunter zu steigen. Zw-zchen den bendenSälen war ein Piaz, wo für beyderley Wasser-behältnisse drey Kessel mir Wasser, einer mitkaltem, einer mit laulichern uns der dritte mir
Ccc - hei-