und den dazu erforderlichen Instrumenten. 25§. 65.
Bey jedem Körper welcher einer chemischen Bearbeitungin der Pharmacie unterworfen wird, kommen daher folgendeGegenstände in Betrachtung: 1. die Kraft mir welcher dessengleichartige Theile zusammenhängen; 2. die Kraft mirwelcher'die Mischungstheilc desselben mit einander ver-bunden sind: jene wird Kraft deSZnsammenbangs oderCohäsi onskra ft (Vis cohaesionis); letztere wird Kraftder Anziehung oder Anziehungskraft (Vis attra-ctionis) genannt Durch die CohäsionSkraft finden wirdaher g l c i ch a r t i g e T h e i l c zu g l c i ch a r r i g e n, und un-gleichartige Theile zu gemengten Körpern miteinander verbunden: durch die Wirkung der Anziehungs-kraft hingegen sind u n g l e i ch ä r t i g e T h c 1' l c zu gleich-artigen Produkten mit einander gemischt: ihre Wirkungist allemal eine chemische; sie wird daher auch chemischeAnziehung (Attractio chemica), oder chemische Ver«wandschafl (Affinitas chemica) genannt.
Beyspiele der chemischen Affinitäten.
§. 66 .
Alle Mischungen und Entmischungen welche inder Chemie veranlasset werden, sind Erfolge der chemischenAffinitäten zwischen den auf einander wirkenden Substanzen.Zwey Stoffe die keine Affinität zu einander haben (z. V. O e Iund Wasser) können sich aus dem Grunde auch nicht miteinander mische». Zwey heterogene Materien (z. B. Säureund Kali) mischen sich hingegen, vermöge der Aktivität ihrerVerwandschafren, zu einem homogenen Ganzen; und im letz-
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