Band 
Erster Theil.
Seite
349
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Arzneymitteln, und deren Zubereitung. 349

B. Man menge das Destillat mit seinem vierfachen Ge»wicht Wasser, und unterwerfe solches zum zwcylcnmaleiner sehr gelinden Destillation: es wird ein Wasser»klares ätherisches Oel in die Vorlage übergehen, wel»chrs nun das verlangte Arzneymittel darstellt.

Bey jener Operation muß die Destillation nur so langefortgesetzt werden, als noch ein farbenloses Oel in derVorläge erscheinet, wogegen selbige, sobald ein gelbgefärb»tes Oel erscheint, gleich unterbrochen, oder daS reine Lekbesonders abgenommen werden muß.

§. 620,

Bey jener Operation erfolgt eine Abscheidung des rei»nen ätherischen Oels von dem schwerern gefärbten Oel, wel-ches wegen seiner geringern Flüchtigkeit im Desiillirgeschirrzurück bleibt. DaS erhaltene Oleum animale aethereuinverhält sich nach allen seinen Eigenschaften als ein wahresätherisches Del. Seine bildenden Bestandtheile sind ohn»streitig Kohlenstoff, Wasserstoff und Salpeter-oder Stickstoff. Sie sind aber so schwach mit einanderverbunden, daß schon eine Berührung der atmosphärische»Luft, die Mischung stöhrt, den Kohlenstoff abscheidet,und das Oel bald braun bald schwarz färbt. Daher mußjenes Oel sehr wohl verschlossen, und von dem Zutritt deratmosphärischen Luft völlig abgeschnitten weiden. Hatdasselbe aber einmal eine schwarze Farbe angenommen, sokann solches durch eine Rektifikation wieder rein darge-stellt werden.