Band 
Dritter erläuternder Theil.
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Einleitung.

sich selten um die Ursachen von den mannigfaltigen Erschei-nungen , die ihnen die Ausübung der pharmaceutisch-che-mischen Operationen darbietet; sie üben dieselben bloß nachmechanisch erlernten Regeln und Vorschriften aus, und be-gnügen sich damit, ein Produkt oder Edukt geliefert zu haben,ohne aus irgend einem zureichenden Grunde angeben zu kön-nen, ob dasselbe gut oder schlecht ist? ob es das verlangte,oder ein neu erzeugtes Wesen ist, das durch einen unregel-mäßigen Betrieb der Operation erzeugt werden konnte.

§. 4.

Wehe dem Arzte .' der seine Medikamente von einem sol-chen empirischen Pharmaceuriker angefertiget, verordnenmuß, wenn er selbst nicht hinreichend in der Kenntniß undBeurtheilung der pharmaceutisch-chemischen Präparate geübtist, um daS Gute vom Schlechten, das Wahre von. Falschendurch die gehörigen Prüfungen unterscheiden zu können. Wehedem Patienten! der gezwungen ist, solche Mirtel zur Wieder-herstellung seiner zerrüttetcnGcsundheit gebrauchen zu müssen.

§ 5 -

Achtung und ungeheuchelte Ehrerbietung gebührt dage-gen dem Pharmaceutiker, der das ist, was er seyn soll, derdieWürde seinerwissenschaftlichen Kunst ganz keimtnnd fühlt;der eine Ehre darin sucht, sich die Achtung des Arztes und dasVertrauen des Publikums, durch gründliche Sachkenntniß,Uneigennützigkeit und Würde des Karakters, zu enrerben undzu behaupten; er ist ein respektables Glied in jedem Staate,dem von dem Arzte und dem Publikum ungeheuvelie Ach-tung zuerkannt werden muß.

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