Manufakturen und Fabriken. 29
findet, so konnten sie doch nicht genug Waarenfür die österreichischen deutschen Lande liefern.Es mußte den Kaufleuten erlaubet werden, nochjährlich einige tausend Stücke fremden Cattuneinzuführen;
XU. Bey Seiden-, Wollen « und Leine-ivand.Manufacturcn ist am dienlichsten und besten,wenn man dieselben durch viele einzelne Meisterund Manufacturierö anzulegen und zu gründensuchet, die weder von einem einzelnen Entre-prenneur, noch von einer Gesellschaft abhängen,sondern die ihre Waaren selbst zu verlegen imStande sind. Diese drey Arten von Manufac-turen erfordern keine weitlaufcige Anstalten. ESist nicht allein eine viel dauerhaftere Gründungeiner Tuchmanufactur, wenn hundert Tuchmanu-faccuriers dieses Nahrungsgeschäfte treiben, alseine einzige große Tuchfabrik«, die so leicht ei-nen großen Groß bekommen und zu Grunde ge-hen kann, sondern es ist auch für den Staatund den Nahrungsstand allemahl ungleich vor-theilhafter, wenn hundert Familien im Wohl-stände und guter Nahrung sind, als wenn diesehundert Familien in Elend und Dürftigkeit le,ben, und dagegen der Vortheil von ihrer Arbeiteiner einzigen Familie, oder einer Gesellschaftvon 6 oder 8 Familien zufließet, Durch dasBevsviel von hundert TuchmanufacturierS, dieihre Waaren selbst verlegen und von ihrem Fleißund Arbeit mir Bequemlichkeit leben können,werden andere angereihet, sich auf eben dieseNahrungsart zu legen, wodurch ein größerer Zu-sammenfluß von Arbeitern und Waaren veran-lasset wird; und das ist es eben, worauf der blü-hende Zustand der Manufakturen ankommt.