Manufacturen und Fabriken. 4z
Man kann sie, wie in den Preußischen landengeschehen, von der Werbung zu Soldatendienstenbefreyen, und ihnen in Kopfsteuern und andernkleinen Abgaben verschiedene Voizüge zugestehen.Man kann in Ländern, wo die Leibeigenschaftstattfindet, diejenigen Unterthanen, die sich denManufacruren und Fabriken widmen, von derLeibeigenschaft befreyen, wie gleichfalls in denPreußischen Staaten geschiehet rc. :c. Doch »sthierbey immer dahin zu sehen, daß die Manu-fakturen und Fabriken nicht zum Nachtheil desAckerbaues und der Viehzucht zu sehr ausgezeich-net werden, weil diese immer, auch bey dürfti-gem Boden, die Hauptgrundlage des Wohlstan-des bleiben.
III. Die Anreihung zu neuen Erfindungenin Manufactur- und Fabriken-Sachen ist ein star-kes Beförderunzsmittcl, indem sich, vermöge sol-cher neuen Erfindungen, auch für die spat an-fangenden Nationen, der auswärtige Debit derManufaktur, und Fabrik Waaren erreichen läßt.Diese Anreihung geschiehet auf keine kräftigereArt, als durch Belohnungen. Hier muß derStaat keine Kosten scheuen, denn die Summen,die er hier austheilet, kommen ihm mit der Zeitdurch andere Wege mit großem Ruhen und mitvielen Interessen wieder zurück. Um die Schäd-lichkeit der Monopolien zu verhüten, muß man,nach dem Beyspiel der Engländer, diese Beloh-nungen den Erfindern mir der Bedingung ver-sprechen und auszahlen, daß ein jeder seine Er-findung bekannt machen muß. Und wenn manja dem Erfinder ein krivile^lum exclulivumertheilet, so muß es nur auf gewisse Zahre undmit der Bedingung geschehen, daß er allen den-jenigen seine Erfindung mittheilen soll, die ihm
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