ö Mmmfacunen und Fabriken.
und Gewerben auszeichneten. *) Frankreich hattedabey immer den großen Vortheil, baß es alleseine eignen Produtte verarbeitete, welches sehrnatürlich war, da Frankreich großentheils dieKünste, diese rohen Producte zu veredeln, erfumden oder doch vervollkommnet und ausgebildethalte. Schon zu LudwigXI.Zeit wurden 147azu Tours Seidenwebereyen angelegt. Sie littenzwar sehr unter den folgenden Religions» undBürgerkriegen, hoben sich aber unter HeinrichIV. desto schneller wieder, und Lolbert sehtesie durch seine Begünstigungen in die glänzend-sten Umstände. Ludwig XIV. brachte ihnendurch Verjagung so vieler tausend Reformirren,wovon die meisten fleißige Fabrikanten waren,einen unersetzlichen Stoß bey, indem diese ihreKünste von aller Art in Holland, England undDeutschland verbreiteten. Inzwischen erhohirensich die Manufakturen und Fabriken doch nachund nach wieder, und es wurde fast in allenkleinen und großen Orten eine Act von Industriegetrieben, die indessen seit dem Zahle 1720 biszur Revolution im Ganzen genommen mehr ab-als zunahm.*") Doch war es immer ein Glückfür Frankreich, daß der Geschmack seiner Be-wohner in Moden, Galanterie-Waaren :c. fasthalb Europa in Contriburion setzte. Paris warlange, so wie zum Theil noch jetzt, derHauptsitzder Moden, und unzählige Menschen lebten dort
von
Die Verwüstungen des dreyßiaiLhrigen Kriege« dabei»unter ander« unser deutsche» 'Vaterland, das vordemso glückliche Schritte aus dem Wege der Wissen,rya>-ren und dcS Kuustfleißes that, em ganzes Seculum inseiner weiter» Bildung zurückgehalten.
*') Untersuchungen übn Frankreich« Staal«»ermbi>e».
Hambur» r?»«r