Band 
Vier und achtzigster Theil, von Mantel bis Marmorwaaren.
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rzo Maliufactuml und Fabrikel^

den Manufactur-Plötzen in Europa, und nur sehrwenige werden es ihr an Menge, Mannigfaltig-keit und Gemeinnützigkeit der verarbeiteten Waa-ren, keine aber an Wohlseilheit der Artikel zu-vorthun. Die Nürnberger Fabrikwaaren werdentheils von Künstlern verfertigt, die ein gesperrtesHandwerk haben, alles geheim halten, und dasStadtgebiet nicht verlassen dürfen (dahin gehö-ren insonderheit viele hier ehemahls erfundene,aber durch neue Maschinen, Vorrichtungen undHandgriffe verbesserte Künste), theils aber auchLurch offene Handwerker, wovon aber viele ihreSachen auf Fabriksuß betreiben.

Hier sind vorzüglich die Metallarbeiter! be-merkeiistverch, zu deren Verfertigung auch vieleHammerwerke, Draht-, Schleif- und andere, be-sonders den Rothfchmieden gehörige Mühlen imGange sind. Diese Fabriken sind so mannich-fach, daß nur die vornehmsten hier angeführtwerden können. Sie liefern besonders eine Men-ge kleiner künstlicher Arbeiten, allerhand Puppen-werk und Spielzeug für Kinder, wie auch eineMenge zum gemeinen leben unentbehrlicher Ar-tikel, welche, so geringfügig sie auch scheinen,doch im Großen verfertigt, wichtige Handels-zweige ausmachen, und dieß um so mehr, daNürnberg gerade hierin die wenigsten Mitwer-Ler hat, und sowohl feine als sehr geringe undgemeine Waaren verfertigt. Die vornehmstenMetallfabriken bestehen in achten Gold - undSilber-, und lyonifchem Draht, nebst dergleichenSpitzen, Tressen und Borten, Goldschlager-und Goldspinncrwaaren; ferner in einer großenMenge Messingarrikcl, gegossenen, gedrechseltenund geschlagenen Haus- und Küchengeräkhe, Ge-fäßen , Beschlagen rc. :c. Man verfertigt Blase-