Band 
Vier und achtzigster Theil, von Mantel bis Marmorwaaren.
Seite
135
JPEG-Download
 

Manufakturen und Fabriken, rzz

In eben dem Jahre 1769 lieferte Chemmtzeine verbesserte Art baumwollener Peruvlenne,so wie baumwollene Wissenslücke mit Einfassun-gen von seidenen Blumenranken.

Schon im Jahr 1768 lieferte der Papier- ^wacher Käferstein sehr gute Proben von Preß- ,spänen. Durch angebrachte Veränderungen beyseiner Glatcmühle verbesserte er die Preßspänenachher 1769 so vorzüglich, daß sie nach demZeugnisse der geschicktesten Appreteurs und Zeug-fabrikanten den Englischen sehr nahe kamen. Emgeschickter Appreteur erfand auch einen Ueberzugso wohl für die Preßspäne als Zeuge, -wodurcherstere in der Glätte, letztere in der Appretureine» vorzüglichen Glanz erhielten, welcher wrebe» den Englischen auch von der Hitze nichtvergeht. - ' .

Proben von besonderer Verfeinerung desWerks, und daß man Garn daraus verscrrigetHat, findet man in Sachsen schon 1766, und178' wurde es versucht, das Werk zu einer Artvon'Baiimwolle zu bereiten, und ein paar Siückaus solcher Werkwolle' zum Theil verfertigten,und gedruckten Kattun- 1784 der ökonomischenSocietät vorgelegt.

Schon 1766 hak nian in Sachsen Versuchegemacht, mit Heidekraut zu gLrben, und derökonomischen Societät Proben von dreyrrley Le-der vorgelegt, wovon eines mit Heidekraut al-lein, das andere halb mit Heidekraut und halbmit Lohe, und das dritte mit eichenen Sägespä-nen gar gemacht war. ' Eben in diesem Jahr«machte man auch Prdßen mit Lohe aus Tannen-nadeln.

Schon 1768 versuchte man aus Garn vonBrcnnmsseln Mousselin, i-n-leichen ein gestreiftes

I 4 Ge-