Manuskript. 237
zu gebrauchen, wenn gleich heidnische Figurendarauf befindlich waren. Es sing damit ebenso, als mit einem gewissen Kelche von Onyr,>auf welchem die Bacchanalia schön geschnittensind, welchen man dennoch in der Messe ge-braucht. Als man nachher anfing, die Kirchen-rcgister von Papier oder Pergament zu machen,gebrauchte man diese Tafelchcn zur Verzierungder Evangelien anderer heiligen Bücher.
Gegenwärtig sind dergleichen Diptycha gro-ße Seltenheiten. Die Kennzeichen der achtensind diese. Erstlich muß ihre länge einem mä-ßigen Folianten gleich seyn. ZwenrcnS muß ihreBreite etwa vier Finger betragen, denn einEle-phancenzahn, woraus sie gemacht wurden, istnicht viel breiter. Die ältesten sind also sehrschmäh!, die raresten aber sind die in klein Fo-lio, welche vier bis fünf Finger breit sind. Eswäre hier zu weitläufig , die Eintheilung derOlpt^Lliorum in Lonlularla und ecclelialtinaweiter auszuführen, doch kann man davon nach-lesen des iürnchschen Jesuiten /VIex. XV aIrisie-rn >i rraäb cle Oipc^clin I^eoclienli, 1654.^0!.Er beschreibt eigentlich noch zwey au-
ßer dein Lüttichschcn, welche sich zu Bourgesund zu Compiegne in Frankreich finden, undvon beyden liefert er die Figuren und Inschrif-ten im Kupferstich. L/lnncfaucon in /Vnri-czuilLkr. kom. siom. I. 1^. 9. Eap. 7. ss. 220.hat auch dergleichen in Kuofer stechen lassen.Auch hat der Conrecror zu Wvlffenbüttel, Lr.
in rradk. eie chpc^ctu? vecr. 1751.4 - davon gehandelt, und das Diptychon desWiltheinis zu seiner Abhandlung in Kupferstechen lassen. E« hat aber nicht die ordentlicheGröße, wenigstens ist kein Maßstab dabey. Noch