MaiurscripL. 267
sie an, sich etwas auf die Wissenschaften zu le«gen, bis endlich der große Carl die Künste undWissenschaften allgemeiner bekannt zu machensuchte. Unter diesem Herrn kamen IHancicae li-rerss puriores.ee lüüälores auf, welches alsoeine verdrsscrre lvngobaidische Schrift ist.
Außer diesen Schreibarten findet man nochin den Handschriften eine andereHaupcart, nähm-lich die Angelsächsische. Als die Angelsachsenin der Mitte des fünften Jahrhunderts in Eng-land einfielen, und daselbst eine Heptarchie er-richteten, führten sie auch ihre Gesetze und Spra-che ein. Nach der Einführung des Christenthumsfingen die Wissenschaften daselbst an zu blühen,und es wurde auch die Schreibekunst gemeiner.Sie fanden nähmlich daselbst eine Menge alterrömischer Denkmähler und Aufschriften. Nachdiesen bildeten also die Mönche ihre Schrift,und da sie in ihren reichen Klöstern gute Zeithatten,, sich mit den Wissenschaften und Bü-cherschreiben zu beschäftigen, so formirten sie denclwrsÄerem mirmrum,. den man äaxeriÜLvmnennt, und der weit einfacher und besser ist, alsdie longobsrdische Schrift. Da nun der Ruhmder Angelsächsischen Gelehrsamkeit so hoch stieg,als in irgend einem lande in Europa, so brei-tete sich diese Schreibart sehr bald weiter aus.Es wurden nähmlich gelehrte Männer auS Eng*land allenthalben hin berufen. Auch die erstenchristlichen Prediger in Deutschland kamen ausEngland. Unrer diesen war auch Kaiser Carlsdes Großen Hofmeister z der Alcurnus. Bo«'uifacius, der deutschen Apostel, der doch selbstein Engländer war, beklagt sich daher (in Lplli^Z. scl fiHslc. firanaiae.) daß er in seinem Astepfioctz müßte die klaren Schritten leftk lernen^