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eine Handschrift von hohem Alter sey, so kannman folgende Regeln merken, l) Die ältestenHandschriften sind entweder anf ägyptischem oderCotlomPspier, oder auf Pergament, besondersdie lateinischen geschrieben. 2) Ze älter eineHandschrift ist, desto weniger zusammengebogeneDoppellaute finden sich darin, sondern es ist aeund 02 geschrieben. Auch ist über dem i keinPunkt. Man si"det auch kein kleines s, sondernblos das lange s, z) Alle alten Handschriftensind auf beyden Seiten geschrieben, weil Papierund Pergament theuer war. 4) Man trifft keingroß Folio an, sondern mehr in klein Folio, undam allermeisten in Quart. 5) Sind die älte-sten Bücher so geschrieben, daß eine Seite zweySpalten bar. Dadurch wurde das Schreibenbequemer, und bey dem Abschreiben konnte mansich nicht so leichr versehen. Mehreutheils ist die-ses also ein Kennzeichen des Alterthums, welchesauch zuweilen bey Qctav-Bändeii sich findet.
Zur Kenntniß der noch vorhandenen altenManuskripte, deren Verzeichnisse und Würdi-gung man hier nicht erwarten darf, sind beson-ders solche Werke nützlich, die die Merkwürdig-keiten der Bibliotheken beschreiben, und von de-nen hernach verschiedene angeführt werden sollen.Hier ist im allgemeinen nur so viel zu bemerken,daß, was zuvörderst die griechischen Handschrif-ten betrifft, die ältesten mchrentheils biblischeBücher enthalten. Von alten heidnischen Schrif-ten haben wir fast nichts von hohem Alter aus-zuweisen. Nachdem die herrliche Bibliothek zuAlcxandrien, worin über 700,000 Handschriftengewesen fern sollen, in Rauch aufgegangen, hatsich niemand wieder gefunden, der eine solchegroße Anzahl wieder zusammengebracht hätte.<d',.rkchnos.E»c.l.XXXIV.!ri'. S Der