Band 
Vier und achtzigster Theil, von Mantel bis Marmorwaaren.
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Markt. z 65

Die Marktplätze der Römer, (lörurn) inRom so wohl als in andern Städten Italiens,unterschieden sich von den griechischen Agorenvorzüglich darin, (Virruv. V. i.) daß sie einlängliches Viereck ausmachten, welches zwei) Drit-tel der Lange zu seiner Breite hatte, und daßdie Säulen der Saulengänge umher weiter auSeinander standen. Diese Einrichtung war des-wegen nöthig, weil es in den ältern Zeiten ge-wöhnlich war, die Fechterspiele auf dem Marktezu halten. Uebrigens waren auch hier zwey Rei-hen Säulen über einander angelegt, von denendie obern um ein Viertel nicvnger gemacht wur-den als die untern. Unter den Saulengängcnwaren rings herum Laden oder Gewölbe kür dieWechsler angelegt, die obern Saulengängeaber waren in Logen abgetheilt. Die Markt-plätze waren mit verschiedenen öffentlichen Ge-bäuden umgeben. Auf einer Seile, und zwargegen Mittag, stand eine Basilika, auf den an-dern Seiten waren das Aerarium, ein Gefäng-niß und die Curia, worin sich der Magistratversammelte, erbauet, und oft befanden sich hierauch Tempel.

Das größte und berühmteste Forum derStadt Rom war das Forum Romanum, wel-ches den Raum zwischen demCapitolinischen undPalarinischen Berge einnahm, und, weil es daserste und älteste war, gemeiniglich nur das Fo-rum genannt wurde. (I>lsr6mi Koma Verurl.ilö. V. L. s.) Dieser Platz, der schon von»Tarquinius Peiscus mit Saulengansen und Kauf-Mannüladen umgeben, in den folgenden Zeitenaber noch mir Tempeln verziert wurde, war lan-ge Zeit hindurch der einzige, der sich in Rombefand; und erst Julius Cäsar legte ein zweyte-

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