5 ?»
Markt.
nicht gehörig besinnen werden kann, sondernauch die entfernter« dazu gezogen werden müssen,ist hierin ganz anders als an solchen zu denfahren, wo sich, wenn nur ein bis zwev Win-svcl Getreide mit einmahl auf den Markt kein-<w.n, richt genug Käufer dazu finden wollen.
Aus dieser Ursache ist der Montag nirgends,besonders aber an solchen Orten, wo eine Zu-fuhr von weit entlegenen Gegenden nöthig ist,zu einem Wochenmarkte auszusehen. Die entle-genen landleute haben nicht Zeit genug, ihr Ge-treide, des vorhergehenden Sonntags wegen,zu Markte zu bringen. In der heutigen WeltPflegen sich zwar die wenigsten aus Brechung derSoncagöftyer ein G-wissen zu machen. Inzwi-schen nimmt doch der Bauer an den Sonn- undFesttagen nur selten eine Arbeit vor, und erwürde, wenn er von der Herrschaft dazu gezwun-gen werden sollte, heftige Klage darüber führen,auch an und für sich nicht unr/cht haben. Ge-, schiehet gleich die Unterlassung der Arbeiten deöBauers an den Sonn- und Festtagen, mehk sei-ner eigenen Ruhe und Bequemlichkeit halber, alsaus G horsam gegen die Geboie der Religion;so ist doch gewiß, daß diese Ruhe für Menschenund Vieh mit zu den Haupiabsichten der ange-v.'dneten Sonn- und Festtage gehört, und da-her alle Gelegenheiten, bey welchen der Bauervon den gewöhnlichen Andachrsübungen abge-bracht werden kann, sorgfältig vermieden - wer-den müssen.
Den entfernter« Käufern, die sich vieÜcichkvon demjenigen, so sie sich an dem vorigen Sonn-tage in Ucbcrfluß zu gute gethan haben, wiederiu erhöhten nöthig finden, fällt es ebenfalls nrr-
- b?-