Marmor. 709
Marmor aus Languedoc, Provence und Bour-bonnois; oder von den Dörfern, bey denen dieMarmorbrüche befindlich sind, aus denen mansie zieht, als le Gerancolin, leCampan, leVar«basan, l'Echet, la Bcaiche und andere. DerMarmor von Auvergne ist blaßroth mit violer,grün und gelb melirt. Der, welcher aus Cham-pagne kommt, hat isabellfarbene kleine Scham«rungcn mit blau melirt, und führt runde Stei-ne, welche Aehnlichkeir mit Rebhähnereyern ha-ben. Der aus Languedoc hat eine hellrokhe Far-be, große weiße Adern, Steine, und ist ziem-lich gemein; der in dem ehemahligen Gouverne-ment von Maine gebrochene hat einen schwarzenGrund mit ganz jarren weißen Adern. Manhat aber auch eben daselbst noch eine andereSorte, welche roth ist, und dunkelweiße Strei-fen hat. In der Gegend bey Bayonne, an denPyrenäischen Gebirgen wird ein weißer Marmorgegkaben, er ist aber nicht so gut als der vonCarrara, weil er nicht so fein ist.
In dem ehemahligen Flandern und in demlütticher Lande hat man die schwarzen Marmorvon Lütkich, Namur und Dinant. Der von letz-terem Orte ist ganz schwarz, schön und häufig.Der von Guachenet, nicht weit von Dinant, istvon einer rothbraunen Farbe, hat weiße Fleckenund Adern. Der Marmor von Namur ist schwarz,aber nicht so schön als der von Dinant, sondernfallt ein wenig ins blaue, und hat einige greiseStreifen. Er ist sonst sehr gemein und wirdhäufig zum Belegen der Bußböden gebraucht.Der Marmor von Thonn, nicht weit von Na-mur, ist durchgehends schwarz, weich und leichtzu verarbeiten, und nimmt auch eine merklich
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