728 Marmor.
Marmorschneidcrn so genannten Nageln, welchesharte Stellen und so zu sagen eben daS, wasdie Aesie in dem Holze sind. Die andere istdas Erz, welches eine Vermischung von Kupferund andern, Metall in demselben ist, und aller-ley schwarze Stellen macht. Dieser letztere Feh-ler pflegt gemeiniglich nur dem weißen Marmoreigen zu seyn; die ersteren aber allen und jedenArten desselben *).
Was die Anwendung und Bearbeitung desMarmors betrifft, so muß ich hier sogleich be-merken, daß ich von seiner Benutzung zum Kalk-brennen nichts zu sagen habe, indem dieses imArtikel Ralk, Th. Z2, schon mit abgehandeltist. Doch bedient man sich des Marmors nurin solchen Fallen dazu, wenn er keine schöneFarben und sonst keine schätzbare Eigenschaftenhat, die ihn zu einem cdlerm Gebrauche empfeh-len könnten. Wegen seiner Harte und seinerschönen Farben würde der Marmor der vorzüg-lichste Stein zu massiven Mauern und Gebäu-den seyn, wenn er in solcher Menge zu habenwäre, wie die gemeinen Bruchsteine, und seineBearbeitung nicht mühsamer wäre. Es werdenjetzt nur selten ganze Gebäude davon aufgeführt,und auch im Alterthume errichtete man nur dieTempel der Götter und die Prachtgebäude eini-ger Großen davon. In der Baukunst begnügetman sich daher, wenn man Marmor anwendet,gewöhnlich damit, daß man von dem Marmornur allerley Verzierungen massiver Gebäude an-bringt, als Säulen, Thür - und Feristerein-
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S- Abhandlung von der Natur und dem Gebrauche derSteine; i» den neue» kconem. Nachrichten, 4. Band,E. <0c>.