Marmor. --z?
braucht. Der schlesische und überhaupt der deut-sche Marmor hat aber den Fehler, daß einigeStellen weich andere hart sind, oder mit demKünstler zu reden, daß er Lagen hat. Beydieser bösartigen Natur des Marmors kann esnicht fehlen, der Stein muß zuweilen unterdem Meistek wild absplittern; den cararischenMarmor verkauft man nach dem kubischen Mass,und i Cubikfuß kommt ohngefähr in Berlin 6bis 8 Rehs. zu stehen. Denn vie Kosten desTransports sind nicht jederzeit gleich.
Schon seltener, als die gedachten Mar-morarcen, wird in Deutschland der gelbe spani-sche Marmor verarbeitet, und noch seltener tueso genannten antiken Marmorarten. Kennerwissen, daß die Steinbrüche, worin vormals dieantiken Marmoraricn z. B. Verb anrique ge-brochen wurden, jetzt unbekannt, oder doch ver-schüttet sind. Daher siehet man den uns dieseMarmorarten nur in den Prachtgebaudcn derFürsten, die sie aus Palmyra, aus Aepypten,und von den Ruinen anderer Städte, die vor-mahls wegen ihrer Kunstwerke berühmt waren,mit vielen Kosten kommen lasten. Zm SansSouci und in dem neuen Schlosse zu Pvkbdamsind z. B. Kamineinfastungen von spanischemund antiken Marmor. —
Bey der Verfertigung einer Statüe ausMarmor muß der Marmorblock bey der Arbeitnothwendig vollkommen senkrecht stehen. Eheder Künstler daher ven Block aufrichtet behauecer seine Grundfläche und die ganze Plinte aufdas genaueste nach dem Winkelmaß. Sobalddieses geschehen ist, so stellt er den Marmorbiocksenkrecht auf ein Gestelle oder einen starken Pourßir-Scuhl Fig. 49 ' 6 . Natürlicher Weise muß
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