Band 
Vier und achtzigster Theil, von Mantel bis Marmorwaaren.
Seite
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Marmor.

da die bersckitdne Tiefe, wie weit die Farbeneindringen sollen, und die Verschiedenheit derFarben selbst eine besondere Behandlung veranlassen.

Um einen tiquor zu verfertigen, der durch«ine Marmorplatte dringt, und auf beyden Sei-ten siäubar bleibt, nimmt man Scheidewassceund Königswasser von jedem zwey Unzen, eineUnze Salmiaksalz, zwey Drachmen des bestenWeingeists, einige Gran Gold, und zwey Drach-men feines Silber. Das Silber wird calcinirt,in eine Phiole gethan, und die zwey UnzenScheidewasser darüber gegossen und evaporirt.Gleichermaßen calcinirt man auch das Gold,thut eS in eine andere Phiole, gießt das Kö-nigswasser darüber, und laßt es evaporiern. End-lich gießt man den Weingeist auf das Salmiak-salz und läßt ihn gleichfalls evaporiern; so erhaltman einen goldfarbenen Liquor der verschiedeneFarben liefern kann. Auf dieselbe Art kann manauch andere Tincturen verschiedener Farbe ausden übrigen Metallen ziehen.

Mit obigen beyden Wassern kann man aufweißen nicht zu harten Marmor zeichnen oderschreiben, und wenn man einige Tage nach ein-ander dieselbe Figur erneuert und mir frischemLiguor nachfahrt, so dringt die Mahlerey durchden Marmor durch, so daß, wenn man ihn inmehrere Schichten zerschneidet, dieselbe Figurinemer auf beyden Seiten erscheinen wird.

Der Marmor mit dem man diesen Versuchvornimmt, muß sehr glatt, ohne alle Flecken undAdern seyn. Je härter er ist, desto besser halter die zu dieser Arbeit nöthige Hitze aus; die*serwegen sind der Alabaster und der gewöhnlicheweiße Marmor hierzu nicht gut zu gebrauchen-Die Hitze ist nothwendig zur Eröffnung der P°*