Band 
Vier und achtzigster Theil, von Mantel bis Marmorwaaren.
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782
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78 r Marmorieren.

man hierzu auch andere beliebige Farben Wahlen'könne. S. auch unter Lackieren, Th. 58, S.

569 — 570.

Um Glas nur Farben zu marmorieren,so daß es einem natürlichen Marmor gleich sieht,auch goldene und silberne Schrift oder andereZeichnung darin anzubringen, wird so verfahren.Die Farben welche man dazu gebrauchen will,werden mir dünnem Leimwasser abgerieben, undso auf das Glas getragen. Soll nun z.B. derHauptgrund rorher Marmor seyn, so wird dasganze Glas mit derjenigen rothen Leimwaffersar-be hinlänglich überstrichen, welche hierzu bestimmtworden. Man nimmt einen, vorne gleichenoder zackig geschnittenen hölzernen Farbenspatcl,und fährt damit schlangenweise, oder wie mandie Adernzüge auf der GlaStafel haben will,durch die aufgetragene Leimfarbe hin, nimmt so-dann diejenige Farbe, von der die Adern werdensollen, und bestreichc damit die Züge hin undwieder, so werden sie in einander verfließen,theils stärker, theils matter werden, und wo siestärker seyn sollen, wird nochmahls mit dem Spa-tel nachgestrichen und Farbe aufgetragen. Istes trocken, so wird die Zeichnung darauf ge-bracht, mit einer spitzigen Nadel umrissen, dieseStelle mir einem Messer ausgeschabet, und dieje-nige Farbe aufgetragen, welche die Zeichnunghaben soll, welche wieder marmoriert und einfar-big gemacht werden kann, so daß z. E. eineEchattenbüste von grünem Marmor in einen ro-then Marmor gesetzt werden könnte u. dgl.

Soll aber eine goldne oder silberne Schrift,Züge, auSradirte Zeichnungen oder dergleichendarauf gebracht werden, so daß auf der anschau-lichen Glasfläche die Schrift rechts gelesen wer-den