Mühle. 91
hält; oder wenn sie mit der Horizontallinie einenWinkel von 20 Graden macht.
Die Befestigung des Tretrades betreffend, sowerden die Arme, oder Unterlagen, auf welche derBoden kommt, an die Welle c geschloffen, undmit Strcbcbändern r unterstützt, oben aber an dieBänder 8 durch eiserne Anker angehängt, damitsich die ganze runde Fläche luv in eine gleicheEbene herum beweget, und nach keiner Seite aus-weichen oder sinken kann. An die eine Seite konzmtein Geländer vvx auf Balken, welche die punktir-ten Linien anzeigen, zu stehen, damit die Ochsennicht fehl treten, oder gar herunter fallen; auchwerden auf dem ganzen Rade herum Latten ) ge-nagelt, daß die Thiere mit den Beinen nicht ab-gleiten, sondern sich recht anstemmen können, Beyv? kommt die Treppe oder die Brücke zu liegen,wo das Vieh hinauf geführt wird. Daö Mühl-gerüste -L und daö gcsammte Radcwerk ist wiein andern Mühlen zu erbauen. Die stehende WelleG geht oben mit einem Zapfen in den starkenQuerbalken 8, und unten bey III in einer Pfanne.Wie die Wiederlage 0 anzubringen, ist aus derFigur deutlich zu ersehen.
Pferde sind b»y Tretmühlen dieser Art gar nichtanzurathen, die Bauart ihrer Hinterfüße, welche weitlänger im Buge, als der Ochsen ihre sind, verursachtnicht nur schon ein großes Hinderniß; sondern ihrweit feurigeres Naturcl verstattet ihnen beym Tre-ten auch kein so ruhiges Betragen, als dem Och-sen. Und wenn, wie durch Beyspiele im KlosterBergen bey Magdeburg dargechan wird, die Och-sen durch das Treten, bey nicht zu übertriebenerArbeit und gutem Futter, noch mehr Fett ansetzen,als bey der Mästung im Stalle: so sind dieseThiere hierzu vorzüglich geschickt.
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