Mühle. I7Z
beehrter weit und breit gesucht werden; in derMark Brandenburg; auf den» Oybin bey Lükken-dorf in der Lausitz; zwischen Marie und Goschwitz,unweit Jena; in Böhmen und Tyrol; in Schwe-den auf der Insel Gokhland; in England beyLawton, nicht weit von Northwich; in verschiedenenGegenden von Norwegen u. s. w.
Die crawrnklcr Steine haben ihren Nah-men von den Steinbrüchen, welche unweit von demgorhaischen Walddorf Crawinkel sich befinden. Siesind unter allen bekannten, außer den englischen,fast die vorzüglichsten, und werden daher auswärtssehr gesucht. Man verschickt sie sogar in weitentlegene Gegenden, z. B. nach Norwegen; amstärksten aber gehen sie in die Chur- und Fürst-lich-Sächsischen Länder, wie auch in das Hannö-versche, indem die Mühlsteine vsm Kyffhäuser beyTillcda in Chursachsen, welche übrigens aus Gra-mit bestehen, zur feinen Beckerey nicht taugen.Der Stein, woraus jene bestehen, ist eine ArtPorphyrs, blaßroth von Farbe, und der Quarz istihn» in Körnern von beynahe Erbsengröße beyge-mischt; der Feldspath aber größtenthcils in Thonaufgelöset, woher die Porosität und kleinen Höh-lungen zu kommen scheinen, welche ihm eigenthüm-lich sind. Zum Gebrauch als Mühlstein übertriffter fast alle andere Arten, indein nicht nur seinePorosität Ursache ist, daß bey Abnutzung des Steinsimmer neue Schärfen zum Vorschein kommen,wozu auch die immer von neuem hervorkommen-den Quarzkörner sehr sichtbar das ihrige beytragen.Es hat überhaupt das ganze Gemenge einen sehrhohen Grad von Harte und Zähigkeit, so daß diedavon gehauenen Mühlsteine sehr lange dauern, undsich nur fast unmerklich abnutzen. Ein solcherMühlstein (Läufer) nutzt sich in der Mühle, wo