2lO
Mühle.
zu verursach««? weil dabey die ganze Getreidecu-t,die doch der ganzen Gesellschaft gehöret, einen Ver-tust erleidet. Man muß aber einen Aufwand ver-meiden, der dem allgemeinen Wohl nachtheilig ist.
Will man diesem Uebel abhelfen: so ist esunumgänglich nöthig, daß man, um das Mehlganz und rein zu bekommen, viele und verschiedeneBeutel brauche. Anstatt den groben für die Ar-men anzulegen, muß man einen etwas feinern neh-men, und an diesen noch einen zweyten anhangen,durch welchen der Grieö, den man wieder auf,schütten könnte, von den Kleyen abgesondert würde.
ro) Die eigentlich sogenannte Llourureen - Aro l l's.
Diese Mahlart ist die erste gewesen, derenman sich bedienet hat. Nachdem man das Ge-treide durchmahlen hatte, so nahm man es ehe-mahls mit nach Hause, und siebte die Kleyen durchHaarsiebe oder andere Siebe von verschiedener Be-schaffenheit; heut zu Tage geschieht dieses durchBeutel von verschiedener Feinheit und in größererMenge.
Wenn man sich, um das ganze Mehl ausden Kleyen zu ziehen, nur eines einzigen ziemlichgroben Beutels bedienen wollte: so würden mitdem Mehle zugleich viel Kleyen durchständen *).Wollte man im Gegentheil nur einen feinen Beu-tel
*) Besonders bey ben in den französischen Deutelkammernüblichen Beuteln, da nähmlich der Beutel über Reifengezogen ist, und die Form eines Cylinders hat, und durcheine Kurbel gediehet wird. Durch das Drehen legt sichdaS Mehl nach den Regeln der Bewegung an die Periphe-rie: denn es bekommt und folglich muß
,s stärker durch den Beutel gehen, als in unsern Mühlen,wo der Beutel nnr wie ein schiefhängender schlapper Sack«a die Mühle angemacht ist.