222
Mühle.
In der folgenden Zeit machte der Mangeleinzelner Privatpersonen, daß man eine Mode fort-setzte, zu welcher der allgemeine Mangel Gelegen-heit gegeben hatte: die Nothwendigkeit verursachte,daß man die Versuche vermehrte, und nichts ist ge-schickter, zu unterrichten, als Versuche und Noth-wendigkeit.
Diese Entdeckungen zeigten einige Jahre dar-auf, nähmlich bey der Hungersnoth im Jahre 172z.noch einen ausgebreitetem NuHen; man machtediese Kenntniß durch neue Bemühungen, die mansich in diesem Jahre gab, viel vollkommener.
Erst zur Zeit.des Mangels und in den theu-ren Jahren hat man, wie gedacht, die Versuchewieder hervor gebracht, bey dem Brotbacken denGricS, der noch in den Kleyen ist, zu gebrauchen:und überhaupt hat man in dem, was das Brotanbetrifft, nicht eher mit Nutzen gearbeitet, als bisdas Getreide außerordentlich theuer^ geworden ist;weil man nur alsdenn erst die gehörige Aufmerk-samkeit darauf verwendet hat, die doch zu der Zeit,wenn das Getreide sehr wohlfeil ist, fast eben sogroßen Nutzen hat.
Die meisten Bäcker und Müller, welche'ihreKleyen zum Starkemachen oder zur Mästung desViehes verkauften, pflegten zu sagen, fette Kleyenwieder durchmahlen zu wollen, wäre eben so viel,als aus Kleyen Brot backen wollen, und dem Men-schen das zu essen geben, was den Thieren zurNahrung dienen sollte: oder daß es so viel hieße,als einen Sack zweymal mahlen wollen. Inzwi-schen ist das nur von den Müllern zu vorstehen,welche, wenn sie ihre Mahlgebühren in Gelde be-kommen haben, noch überdies Mehl nehmen.
Einige Kleinhändler, dergleichen Herr Ma-risset gewesen ist, der Malouin di.e meisten von
diesen