2Z8 Mühle.
4 Miiivs- besonders zur Sommerszeit, mahlen: sowürde die Mühle zu hurtig und scharf gehen, linddas Mehl erhitzen; denn es ist eine der größtenUnbequemlichkeiten bey dem Mahlen, daß das Mehldurch das Reiben erhitzt wird, welches nebst derPressung und dem Drucke des Mühlsteins, derdrey bis viertausend Pfund schwer ist, das Ochl *)aus dem Getreide heraus treibt, und eö schlechtermacht **).
Mahlet eine Mühle in 24 Stunden nur ei-nen Muid: so mahlet sie zu wenig. Indessengiebt es einige, welche so schlecht gehen, daß sie nur>6 Septier durchwählen. Hierbey hangt viel Donder Geschicklichkeit des Müllers an, welcher durchseine Handgriffe seine Mühle vortheilhaster oderLangsam mahlen machen kann. Der Läufer sollin einer Minute 50 bis 60 mahl herum gehen.
Eine Mühle geht bald geschwinde, bald lang«samer; bald mahlet sie gleicher, bald ungleicher,nachdem sie mehr oder weniger Wasser oder Windhat. Soll das Mehl gut werden, so muß sie we-der zu stark noch zu schwach gehen. I" stärkersie geht, desto mehr verfliegt; und außerdem wirddas Mehl, wie schon erinnert worden, bey einerzu stark gehenden Mühle grob und nicht so weiß;und dann sagen die Müller, das Mehl vvird
roch,
*) Man presset aus dew Wehen ein Oehl, welches dieWunden und Risse, die aus der Geschwulst der erfrorneuHände und Füße folgen, heilet: und dieses Oehl wirdaus dem Weihen heraus gezogen, indem man die Körnerzwischen zwey heißen eiserne» Blechen stark presset.
Das ist bey so ungeheuern Steinen unvermeidlich, undes ist unbegreiflich, daß man die Sache in Frankreichnicht einstehet und abstellet. Unsere Mühlsteine find etwa9 bis 10 Centncr, oder >000 Pfund schwer. Hieraus legtsich der oben angezeigte Unterschied noch mehr zu Tage.