Mühte. 289
Von deu sächsischen Mahlarten Noch ins-besondere *).
ZU Leipzig,g. Weißen.
Die Art» wie die Bäcker den ^Veitzett Müh?lk:» lassen, besieht in folgendem: Ehe er auf dieMühle kommt, wird er gereiniget; er wird nähuu-lich erst gefegt, damit kein fremder Same darunterbleibe; sodann wird er gewaschen. Dabey verfährtman also: Wenn der Weihen an sich selbst mehrfeucht als trocken ist, so wird er nur zur Hälftegewaschen. Ein dresdner Scheffel Weihen (wel-cher bekanntlich etwa 2 berliner Scheffel enthält)wird in zwey gleiche Theile gecheiler; eine Hälftein ein Faß gethan und reines Wasser darauf ge-gossen, sodann mit einer Schaufel oder mit denHänden wohl durchgearbeitet, damit aller noch etwaanklebende Staub herunter gehe, und der Weihenganz rein werde; wenn hernach das Wasser völligabgelassen worden, so wird dir andere Hälfte, wel-che vorher noch einmahl gefeget worden, über dennassen hrrgeschüttet, und beyde Theile mit einerSchaufel wohl unter einander gemenget, damit dernasse den trocknen anfeuchte. Nun deckt man die-sen Weißen mit Säcken zu, und läßt ihn 24 SlUn,den stehen. Wenn im Gegentheil der Weißen ausich selbst mehr trocken als feucht ist, so werdendrey Viertel vom Scheffel gewaschen, und ein Vier-tel trockener, aber wohl gereinigter darunter ge-mengt ; und wenn er sehr trocken, so wird der gan-ze
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