Mühle. Z47
nes Reisig in den Ofen legt, braucht wohl kaumbemerkt zu werden.
' In Mühlen, welche viele Wasserräder haben,oder wo man, der Entfernung wegen, den Rauchaus dem Kamin nicht wohl auf die Wasserräderleiten könnte, indem derselbe durch ein sehr langesRohr geführt, größten Theils verlohrcn geht; oderwenn das Kamin zu hoch läge, da der Rauch nichtgern zu tief herabsteigt; oder wenn man endlichwegen Feuersgefahr Bedenken trägt, den Rauchdurch die Mühle zu leiten: so kann man sich ei-nen kleinen eisernen Kasten oder Ofen verfertigenlassen, denselben mit gehöriger Vorsicht neben dieMühlräder setzen, und den Rauch vermittelst eineszweckmäßig angebrachten Rohrs ausströmen lassen.In sehr kalten Wintern dürften wohl mehrere sol-cher Oefen nothwendig seyn. Im Nothfall könn-te man auch eiserne Blasen, oder kupferne Kesselund töpferne Gefäße, dergleichen sich die Wollkäm-mer bey ihrer Arbeit bedienen, anwenden, und durchdarin angemachte Schmauchfeuer das Eis an denRädern zu vertilgen suchen.
Dieses Mittel läßt sich auch bey Fischteichenanwenden, um deren Zufrieren zu verhindern. Willman dieses, so schafft man ein kleines Floß hin-ein, stellt einen kleinen Ofen darauf und unterhältin demselben, bey starkem Froste, Tag und Nachtein Schmauchfeuer. Den Rauch läßt man durchein krummes Rohr gegen die Eisfläche ausgehen.Man könnte den Ofen auch auf den Teichdammstellen und die Röhre verlängern, mit Pfählen un-terstützen und so richten lassen, daß der ausströ-mende Rauch die Oberfläche des Eises berührenmüßte. In beyden Fällen wird der Teich offenbleiben und die Fische erhalten werden. Das ge-wöhnliche Mittel, das Zufrieren der Teiche zu ver-hindern.