Mumie
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und auch wohl mit einer Art von Gyps-Pafte über«strichenom Kattun, die am Kopf wieder ein gemahl-tes Gesicht und am Leibe herunter mancherley Ver-goldung und bunt gemahlte Figuren hat, die beyden mehreften solchen Masken großentheils überecnund meist Vorstellung der Balsamation und der ägyp-tischen Gottheiten sind. Fürer von Heimens«dorf, Kettner u. a. sagen, daß diese Maskenauch theils von Papvrus wären; aber das scheintwohl eine bloße Muthmaßung, wenigstens habe ichweder an diesen Maske», noch an den Mumien Bin-den jemahls die mindeste Spur von diesem Schilfe,auch bey keinem sehr exacten Schriftsteller eine Be-stätigung jener Vermuthung gefunden.
Eben so ungewöhnlich wenigstens sind auch dieNetze von Glaokorallen, womit die von Perrv be-schriebene Mumie unter der Kattunmaske behängtwar. Sie schienen mir verdächtig, weil sie den abge-schmackten modernen Zierrathen zu sehr ähneln, wo-mit man wohl in Europa die Mumien aufgestützthat, um ihnen ein so merkwürdiges Ansehen zu ge,den *).
Unter dieser gepappten Kattundecke liegt nundie Leiche selbst in ihre Binden eingewickelt. Diesesind zuverlässig nicht wie Graves **) u. a. wol-len, von Leinwand, sondern wie schon der alte, aberzuverlässige Hans Jacob Breuning in seinenfünf Meerfahrten, und nach ihm Giflet in seinemWerke vom Schweißtuch unsers Heilandes gesagthaben, durchgehends allemahl von Baumwolle -j>).Sie sind von sehr verschiedener Feine. Meist frey-lich grob; aber ich besitze auch außerordentlich feineProben, wie vom besten indianischen Kattun. Ebenso ungleich ist die Menge der Bänder bey den Mu»micn, ihre Breiten, die Art, wie sie gewickelt sind,u. s. w. Zu manchen muß eine ungeheure Menge
Uu 5 Binden
') j V- die Günthersche Mumie im Merkwürdigen Wien»om Ja«. 1727. Taf. tV.
**) "nnclnxröpInL in tii» inikcell. Vol. I. j). ßz.
Der gelehrte Mann hatt» eine eigne <c--k<7r,pun„ nt tU,rnnnin»-- ausgearbeitet: verlohr aber seine dazu gesaust«netten Papiere durch Crvmwclls Soldaten, da er seinerProftfforstelle zu Oxford entsetzt wurde. Bl-
x^tuiuin etc.