256 Papparbeit.
Will man nun das Maaß zum Boden derDeckels finden, so sehe man die Spitze desSchneidezirkels in den Mittelpunkt des in denHaupttheil eingesetzten Bodens, und eröffne ihnbis ein wenig über den äußern Umfang des Cy-linders; die mit dieser Eröffnung des Zirkelsausgeschnittene Scheibe wird sodann, wo nichtvöllig paffen, doch mit leichter Mühe, wenn sieein wenig zu groß seyn sollte, durch Aufstreifenund Beschneiden des Randes mit der Scheere,verengert und passend gemacht werden können.Ist dieses geschehen, so wird die Scheibe aufbeyden Seiten, besonders aber am Rande po,litt, und nach obiger Vorschrift eingesetzt.
«. Einleimen der Böden.
Sind nun die Böden mit gehöriger Akku-ratesse eingesetzt, so müssen sie, ehe man die Ar-beit überziehen kann, eingeleimt werden. Zu die-sem Behuf kann man den Leim entweder miteinem am Ende scharfen hölzernen Spatel in-wendig am Rande des Bodens herumstreichen,oder man gießt, um geschwinder von der Sachezu kommen, ein wenig Leim, der hierzu nichtzu dick seyn darf, inwendig auf den Rand, undlaßt ihn herum laufen.
Bey dieser Gelegenheit wird es nicht un«dienlich seyn, zugleich etwas von der Behand-lung des Leims zu. sagen. Man zerbricht denLeim, wenn man ihn kochen will, zuvor in Stücke,thut ihn in ein irrdenes Gefäß, oder in einenmetallenen Leimtiegel, und gießt so viel Wasserdarauf, als nöthig ist, ihn zu bedecken. Solaßt man ihn einige Stunden weichen, bis erganz aufgequollen ist. Dann bringt man das