Pappe. Z4Z
die Fettigkeit in die Substanz des Tuches, undes wird sehr schwer zu reinigen, weswegen manein loses und dünnes Zeug verlangt..
Die Tuchlappen der Pappenmacher dauernnicht viel über ein Jahr. Sie verfaulen wegendieser beständigen Feuchtigkeit und leiden sehrdurcb die wiederhohlte Starke der Presse. Manist genöthigt, sie nach Verlauf dreyer Wochen,oder aufs spateste alle Monathe zu waschen, umdie Theile der Materie der Pappe abzusondern,welche sich nothwendig daran anhängen.
Man gebraucht bey dieser Wasche wederSeife noch Lauge; man begnügt sich, die Tuch-lappen in fließendem Wasser hin und her zuspühlen, sie mit Nachdruck zu reiben, mit einemhölzernen Waschblauel stark zu schlagen und dasWasser herauszudrücken, jedes erfordert ohnge-fahr eine Frist von zwey Minuten. Wahrschein-lich ließe sich die im Art. Papier beschriebeneWaschmaschine auch zur Reinigung dieser Tuch-lappen gut gebrauchen. S. oben, S- 228 fl.
Es ist sehr gewöhnlich, daß man selbst beyguten Pappemnachern eine besondere sparsameHaushaltung in Ansehung der Tuchlappen findet.Das dünne und gemeine Zeug, dessen sie sich be-dienen, ist fast immer zu schmal und enge, alsdaß es die Form in ihrer größten Ausmessungbedecken könnte. Sie ersehen was fehlt durchallerley andere Stücke, welches gemeiniglich Stük-ke von altem Tapclenwerke, oder andere wolleneStücke sind, die von dem Tuchlappen, der dengrößten Theil der Pappe bedeckt, sehr verschie-den sind. Diese Oekonomie ist indeß nicht sehrlöblich, weil die Pappbogcn dadurch eine unglei-che Oberfläche bekommen.
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