Band 
Hundert und siebenter Theil, welcher die Artikel Papieradel bis Pasternak enthält.
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424 Parabolischer Spiegel.

fallt die katoptrische Abweichung hierbey ganzhinweg und ein solcher Spiegel muß nicht nurstärker brennen, als die gewöhnlichen hohlen Ku-gelspiegel. sondern er muß auch ein vollkommengenaues Bild entfernter Gegenstände machen.

Sowohl die Brennspiegel, als die erwähn-te Eigenschaft der Parabel, waren den Alten be-kannt. Porta (iVInAin narur. U. XVII. o. 14.i>) gl'U' t daher, sie hätten sich. parabolischerMetallspiegel zum Zünden bedient, welches aberwegen der geringern Brennweite solcher Spie-gel und der Schwierigkeit, ihnen die parabolischeGestalt zu geben, sehr unwahrscheinlich wird.

Unter den Neuern ist eine lange Zeit vonparabolischen Spiegeln mehr geredet, als an ih-rer Verfertigung gearbeitet worden. Vor Er-findung der Spiegelteleskope wurden die Hohl-spiegel meistentheils nur zum Brennen gebraucht,zu welcher Absicht schon Kugelspiegel und Brenn«gläser hinlängliche Wirkung thun. Daher schiendie große Mühe, die die Bereitung nach para-bolischer Gestalt erfordert, sich nicht genug zubelohnen. Inzwischen ist ein solcher parabolischerSpiegel vom P Franz Tercius de Lanis(H.et. Lruä. lupsi 1^88- ?- z8.) angegeben, undzum chemlichen Gebrauche vorgeschlagen.

Ein Künstler in Dresden, Höse, hat sichungemeine Mühe gegeben, große parabolischeBrennspiegel zu Stande zu bringen, wovon D.Hofinonn (Hamburg. Magazin, V. Band, S.269. XlV. B.S. 56z.XVI.B-S.Z iz.) Nach-richt ertheilt. Auch hat Höse selbst (Nachrichtvon perabolischen Brennspiegeln. Dresden, 1755.4.) eine Beschreibung derselben gegeben. Siewaren nach einer parabolischen Lehre aus starkenmessingenen Biechrafeln zusammen gefügt, und