524 Parfümirkunst.
Gutnmiwaffer aufgelöst worden, dazu gießt.Wenn der Teig anfangt eben zu werden, sothut man zwey Pfund pulvcrisirte Weidenkoh-len dazu, und stampft immer fort, bis der Teiggut zusammenheilt.
Nun nimmt man anderthalb QuentchenMoschus und halb so diel Bisam, zerreibt es ineinem Mörsel mit Pomeranzcnb'üthwasser, undgibt ihm mit Traganth die gehörige Konsistenz.Diese Mischung thut man nun unter obigenTeig, und vermengt alles mit einander, indemman etwas Traganth und Pommeranzenblüth-wasser zugießt, so daß es nur eine Masse wird,aus der nachher die Kerzchen gemacht werden.Zur Verkürzung der Arbeit kann man den Mo-schus und den Bisam zugleich mit der Weiden-kohle eintragen.
Sechste Vorschrift.
Darrhäuser Rerzchen.
Man nimmt ein Pfund Benzoe und einhalb Pfund Storax, zerstößt beydes, und laßtes in einem Maß Pomcranzenblüthenwasser beygelindem Feuer zwey bis drey Mahl aufwallen.Dann nimmt man das Benzoe lind Storax her-aus, und wenn sie kalt geworden, zerstößt mansie in einem Mörsel, und siebt sie fein durch.Dann löst man eine Unze Traganthgummi inPomeranzenblüthenwasser, und zwanzig bis drei-ßig Tropfen Ambraesscnz auf, damit es einSchleim wird. Nachher zerstößt man in einemMörsel ein Quentchen grauen Ambra, ein halb.Quentchen Bisam, zehn bis zwölf Gran Mo-schus, und einer Nütz groß Zucker. Ist dies