z;6 Parfümirkunst.
Nelkenblüthe von jedem i Quentchen. Nach-dem alle diese Ingredienzien theils klein geschnit-ten, theils klar gestoßen worden sind, so werdensie in eine der Menge der Species entsprechen-de Flasche gethan, 16 Maß Spiritus Vini dar-über gegossen, 2 Loth Weinsteinsalz, oder in des-sen Ermangelung, eben so viel Loth gereinigtePotasche hinzu geworfen, die Flasche recht wohlverwahrt, ohngefahr z bis 4 Tage in temperirteWarme gesetzt, sodann nebst einigen Handenvoll Buchenasche, einem Stücke schwarzer Brot-rinde und 2 Maß Brunnen-, 1 Maß Rosen-,Maß Melissen«, r Maß Pomeranzenblüthen, j1 .Maß Lavendelblüthen-, i Maß Rosmarin-blüthen-, und i Maß Nelkenblüthenwasser auf ^die Blase gebracht, und nach der mehrmahlen ge-gebenen Vorschrift destillirt.
Hat man nun diese Arbeit vorschriftmäßigverrichtet, so gieße man folgende Essenzen undOehle hinzu, nähmlich Moschuöessenz, Fenchel-essenz, Bergamottenessenz. Krauteressenz, Aniöes-senz, von jedem ro Tropfen; Citronenessenz,Holzessenz, Ambraessenz, Rosmarinessenz, Agr-steincffenz, Pomeranzendhl, Zimmtöhl, Lavendel-blüthenöhl, Bergamottendhj, von jedem ro Trop- .fen; Nelkenöhl, Kaffeeöhl, Venüsöhl, Rhsdi-serhvlzöhl, Violenblüthenöhl, Jasminöhl, vonjedem 5 Tropfen; Vanilleöhl, Zimmtblüthenöhl,Cederöhl, Rosenöhl von jedem z Tropfen; Anis-öhl, Thymianhhl, bitteres Mandelöhl, von je-dem 2 Tropfen; mische alles wohl unter einan-der, und wenn sich die Oehle aufgelöset haben,so filtrire es durch Löschpapier, fülle es aufBouttillen, und stelle solche bis zum künftigenGebrauche an einen kühlen Ort.