bLO Park.
Gange thut, er mag nun an einen dunkeln oderwieder an einen Hellern Ort kommen, scheint dieGegend schöner zu seyn, bis er selbst zu dem Mittel-punkt aller Vollkommenheit gelangt, nähmlich zu der
Einsiedeley.
Eine Einsiedeley oder Hütte schickt sich eigent-lich nicht in einen durch Kunst verschönerten zierli-chen Park, es scheint etwas widersinniges zu seyn,und sollte eigentlich hier nicht angetroffen werden.Demungeachtet ist diese Einsiedeley, oder wie mansie sonst nennen will, der umliegenden Gegend an-gemessen und gut eingerichtet; sie besteht auS altenStämmen und zusammengefügten Wurzeln, derenZwischenräume mit MooS ausgefüllt sind. Der Fuß-boden des Vorhauses ist mit kleinen Kieseln artiggepflastert, und rings umher geht ein Sitz von Stroh.
Vermittelst einer Thür kommt man in ein Zim-mer, das ungefähr in eben dem Geschmacke verfer-tigt ist. Alles hat ein armseliges Ansehen und ver-räth eine Verachtung des Ueberflusses in der Welt,wie es sich für den Bewohner einer solchen Einsie-deley schickt, der, wie man annimmt, alle Thorhei-ten und Ueppigkeiten diese- Lebens verachtet, undseine melancholischen Stunden dem Nachdenken undder strengen Einsamkeit widmet.
In dem Vorhause findet man folgende passendeStelle aus dem Pensenso des Milton:
„Möchte ich doch in einem entkräfteten Alter eineruhige Einsiedeley, ein schlechtes Kleid und einebemoosete Zelle finden, wo ich sitzen und über je-den Stern des Firmaments, über jedes vom Thauebefeuchtete GraS nachdenken könnte, bis ich einevieljährige Erfahrung, und dadurch gleichsam ei-nen prophetischen Geist erreichte. Dies Vergnü-gen gewähre mir, Melancholie, so will ich mitdlr meine Tage beschließen/'
Aus der Thür dieser mvsigen Zelle hat man zweyverspectivlsche Durchsichten über das entfernte Land,die eine geht über die gegenüberstehenden Bäumeweg, und die andere unter solchen durch.
Weder in diesem Parke noch in einem andern,ist eine Scene anzutreffen, welche in der Brust ei,nes Mannes von Geschmack eine angenehmere Em-
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