Band 
Hundert und siebenter Theil, welcher die Artikel Papieradel bis Pasternak enthält.
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Parlament. 629

lungen Sprachen zu nennen pflegte, und imgemeinen Leben einiger Gegenden noch jetzt nennt.Franz. ?a.Iam6nt, Engl. ksrlismsnt.

Frankreich bekam diesen Nahmenzuerst eine zu Vezelay im Jahr 1246 gehalteneallgemeine Versammlung des Adels und derGeistlichkeit, aus welcher ein Gerichtshof ent-stand, der sich zu Entscheidung der Processe anden Orten, wo sich der König aufhielt, versam-melte. Zu Anfange des i4ten Jahrhunderts,IZO2, bildete sieb das erste beständige Parlamentin Paris, auf Veranstaltung des Königs Phi-lipp des Schönen, und in der Folge entstan,den in dem ganzen Umfange von Frankreichnoch 11 andere, nähmlich zuerst wurde noch einsin Toulouse errichtet, und aus diesem zog mannachhcr die Mitglieder zu einem dritten in Bor-deaux. So wie in der Folge die großen Lehennach und nach der Krone einverleibt wurden,sehte man verschiedene Parlamente in selbigenein. > Aber die Pairs sind immer Mitglieder desParlaments von Paris geblieben. Doch nimmtman überhaupt 14 Parlamente an, weil dieOonlsils louversios zu Perpignan und ArraSmit ihnen ziemlich überem kamen.

Eine Zeit lang behauptete das Parlamentzu Paris den Vorzug vor den übrigen, wirklichaber hatten alle gleichen Rang, und das pariservielleicht nur zufällig mehr Gewicht, weil eSseinen Sitz in der Hauptstadt des Reiches hatte.Auch bürgerliche wurden in die Parlamenteaufgenommen, weil man frühzeitig die Bemer-kung machte, daß die Adlichen im allgemeinen zuunwissend wären, das richterliche Amt auszu-üben; indessen sah man jeden Bürgerlichen^ sowie er Parlaments-Rath wurde, alö adlich an.

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