Band 
Hundert und siebenter Theil, welcher die Artikel Papieradel bis Pasternak enthält.
Seite
664
JPEG-Download
 

664 Parthe. Partkramer.

ben, damit er sogleich jeden Fehler, in welcherStimme er begangen wird, bemerken, und soviel möglich dem wettern Einreisten desselben zu-vorkommen könne. Bloße Liebhaber oder aus-führende Virtuosen, die Tonstücke zum Auffüh-ren besitzen, müssen sie ausgeschrieben, Tonsetzeraber. die sie zum Studiren brauchen, in Parti-tur haben.

parrhe. eigentlich Barthe, ein Ehrenzeichen, wel-ches einem Beile gleicht, und nur von den Hau-ern unter den Bergleuten getragen werden darf.

Parcheneon, i. ehemahls ein Tempel der Miner-va zu Athen. 2. Ein beliebtes Belustigungs-haus in Paris für beyde Geschlechter; eine ver-feinerte Art von Bordell.

parchenie, karrkenium Lcknn., eine Pflanzen-gattung, die einigermaßen dem Wermuth, oderder Kamille gleicht. Es sind jetzt zwey Artendavon bekannt, die in Westindien und Mrginienwachsen, übrigens aber nicht merkwürdig sind.

Parthey, s. Partey.

parrhie, s. Partie.

parckrämer, oder partirer, vor diesem Gc-nnen-krämer genannt, sind Leute, welche allerhandWaaren von andern Handwerks- und Kaufleu-ten erhandeln, und parteyweise in den Buden,nicht aber in Gewölben wieder verkaufen; wel-cher Unterschied sonderlich in Breslau beobachtetwird, wo die Partkramer fast rings um den Ringoder Markt kleine Buden haben, und mit denanderwärts sogenannten Nadlern, bey welchenman allerhand Kleinigkeiten zu Kauf bekommenkann, verglichen werden können, wie sie dennauch mit Pulver, Kugeln, Strümpfen und an-dern Kleinigkeiten handeln.