696 Passauer Kunst.
Wie weit sich dieser Aberglaube ins Altersthun» verliert, mögen nachfolgende Züge beweisen.
Conftantin der Große ließ Nagel, die voniKreutze Christi seyn sollten, in seine Sturmhau-be und Pferdezäume einschmieden, um die Ge-fahren von sich wegzuwenden. Ehedem ließ manauch ein Jerusalemisches Kreuz auf die Waffenaller derjenigen stechen, welche das Grab Christibesuchen wollten.
Als Thetis sah, daß ihr Sohn, Achilles,sich nicht abhalten laste, der Belagerung vonTroja beyzuwohnen, ließ sie den Vulkan ersuchen,für den Achilles Waffen zu machen, welche allermenschlichen Gewalt widerstanden, und Vulkanthat «S. Zuvor hatte sie seinen Körper aberschon durch Eintauchung in den Fluß Styx un-verletzlich gemacht, so, daß sie der Ferse alleindiesen Vortheil nicht verschafft hatte, weil sieihren Sohn bey derselben hielt.
Ovid bemerkt in seinen Verwandlungen(I^br. Xll. kab. 6.) daß bey dem TrojanischenKriege Cyanus, ein Sohn des Neptuns, vonkeinem Pfeil hatte verwundet werden können.
— — -- Vllum niirabils canbkis,
<)uocl suveuir cor^iis nullo veuetrabils tslo,Invi6inin^r>o acl vnlners brat, surrum^uv leredar.
Die Griechen verwunderten sich darüber. Nestorerzählt ihnen eine ähnliche Geschichte. Caniswurde von Neptun geschwächt; er verwandeltesie aber in eine Mannsperson, die von ungemei- >irrn Leibeskräften, und dabey unverwundbar war.Dieser erschlug viele Centauren. Endlich weil
kein
länger widersteh«, zu erfahren, war der Zettel wohl ei-gentlich enthülle Er öffnete ihn, und las: H-r, weh-re dich! — Mit, einem Mahle war sein Muth gesunken,und er unterlag »n Zukunft eben so, wie vorher, jedemAngriffe seiner Mit Hülfe des Zettels besiegten Gegner- —