742 Paste.
Paste, aus dem mittlern Lat. und Ztal. ?«Ka,Franz. ?sts. ein Teig, bedeutet
1) Allerley Säfte von Aepfeln, Birnen,Pflaumen, Apricofen und andern Früchten, wel-che mit Zucker vermischt und so weit gesottensind, daß man kleine Kuchen daraus machen,oder verschiedene Figuren darein drücken kann.
Jasminpaste, s. ?h 29, S. 179.
Rirschpaste, s. im Art. pirsche, Th. Z9,S. 127.
Pommeranzenblürhpaste, s. im Art. ^.u-rsnrium, Th. z, S. 148-
Apricosenpaste, s. im Art. ^rmsrüacs,Th. 2, S. 445.
Mehrere andere findet man in denjenigenArtikeln angegeben, welche von diesen oder jenenFrüchten handeln.
2) Der Abdruck eines antiken geschnittenenSteines, einer Medaille oder Münze, welcheaus einer gyps- oder thonartigen oder andernMasse verfertigt wird, die anfänglich weich ist,nachher aber zu einer dauerhaften Festigkeit er-härtet. Hierüber sehe man den Art. Mänz-paste, Th 98, S. zz, und im Art. Münze,
Th. 97 . S. 745 fl- ., . .
z) Eine Glasmasse, nut welcher die Edel-steine nachgeahmt werden können, und solchenachgemachte und öfters mit Abdrücken versehe-ne Edelsteine selbst; eine Glaspaste.
Schon bey den Alten war die Kunst, Edel-steine in Glas nachzumachen, eine höchst wichti-ge Erfindung. Sie stieg so hoch, daß das scharf-sichtigste Auge des Kenners dazu erfordert wur-de, um die ächten Steine von den nachgemach-ten zu unterscheiden. Man wußte dem Glasealle mögliche Farben zu geben; und Wahlschein«