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Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd.

seinen Zustand verschlimmern. Die Pferde hin-ter den Wagen spannen, eine Sache verkehrtanfangen. Lmcm geschenkten Pferde mußman nicht in das Maul sehen, dessen Alterzu erforschen, d. i. ein Geschenk muß man nichtzu genau untersuchen. Pferde, die den Haferverdienen, bekommen chn nicht. Trauwohlritt das Pferd weg, sagt man, wenn manvon jemanden, in welchen man ein zu grossesVertrauen gesetzt hakte, hintergangen wird. Aufdem fahlen Pferde betroffen werden, übereiner Lüge, in einem Irrthume betroffen werden,ferne Schwäche verrathen; eine Redensart, wel-che einige obgleich mit geringer Wahrscheinlich-keit, aus Offeub. 6, andere eben so gezwungenvom Belisario herleiten, welcher in den Schlach-ten ein fahles Pferd geritten, nnd daher leichtvon den Feinden erkannt worden. Jngleichendie Zusammensetzungen, ein Ackcrpferd Dienst-pferd, Lehenpferd, Miechspstrd. Kutschpferd,Seitpferd, Hustn cnpfcrd, Zugpferd, Post-pferd, Handpferd, Garrelpserd, Jagdpferd,Lrauerpferd, Freudenpferd u. s. f.

2 . Figürlich versteht man unter Pferd zu-weilen ein berittenes Pferd, d. i. das Pferdund seinen Reuter. Ein Lommando von hun-dert Pferden ausschicken, von hundert Reu-tern. Mit zehn Pferden kommen, mit zehnzu Pferde sitzenden Personen.

^ey dem Königshöfen lautet dieses Wort Pfe«rir, im Nieders. Pecrv. Der Nahme ist alt, ob ersich gleich in unsern ältesten Denkmählern nicht fin-det. Das Lat. v«-is^us, ein Pcstpierd, ist genau da-mit verwandt, obgleich Festus glaubte, daß es diesenNahmen daher ha^e, gu>» rlis-tiin, vebir. Auch imArabischen bedeutet b-,r«s ein Pferd, und selbst Poe-sien, welches in der gelehrten Sprache von Indo-jian Pharis oder Pharrstan heißt, soll seinen Nah-men