24 Pferd.
Miene des Esels, noch das dumme Ansehen desOchsen vorzuwerfen. Die regelmäßigen Verhält-nisse der Theile seines Kopfes geben ihm einfreyes, lebhaftes Ansehen, welches durch dieSchönheit seines Halses noch mehr erhöhet wird.Es scheint als ob das Pferd, indem eS denKopf in der Höhe trägt, sich über den Rangder vierfüßigen Thiere hinauszusehen bestrebe.Zu dieser edlen Stellung sieht es den Menschengerade ins Gesicht. Seine lebhaften Augen öf-tren sich in verhaltnißmaßiger Weite. Die Oh-ren haben ihren gehörigen und regelmäßigenBau. Sie sind weder zu kurz, wie bey demOchsen, noch zu lang, wie bey dem Esel. Imdem der Haarbüschel über der Stirne seinemKopf, und die Mahne dem Halse zur wahrenZierde gereichet, scheinen diese Zierathen zugleichStärke, Muth und Stolz anzukündigen. Nichtskonnte den Hintern Theil des Pferdes vortheil-hafter decken und endigen, als der lange, schlep-pende, dickhaarige Schweif, welcher der kurzenBlume des Hirsches, dem kurzen Bürzel desElephanten, u. s. w. dem kahlen Schwanz desEsels, KameelS, Rhinoceros und anderer Thiere,im Ansehen so weit vorzuziehen ist. Den Pfer»deschwanz bildet ein Schweif dicker und langerHa§re, welcher gleich aus dem Kreutze heraus-gewachsen zu seyn scheinet, weil die Haare nuran einer ganz kurzen Schwanzrippe festsitzen.Das Pferd kann zwar seinen Schwanz nicht,wie der Löwe, in die Höhe werfen, indessen gibtihm der herabhangende Schweif ein desto vor-züglicheres Ansehen. Da ihm außerdem einefreye Bewegung des Schwanzes nach allen Sei-ten verstattet ist, so weiß es denselben sehr vor-theiltzafc zu Vcrjagung der Fliegen zu gebrau-