Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd.

Kopf angebracht; die Stirne muß schmal underhaben, die Augengruben wohl ausgefüllet, dieAugenlieder dünne, die Augen selbst belle, volleines lebhaften Feuers, groß und bis zur Flachedes Kopfes hervorragend, der Stern groß, dieKinnlade,mager und nicht zu dicke; die Nasemuß etwas gebogen, die Nasenlöcher weit offenund wohl gespalten, die Scheidewand beyderNasenlöcher dünne, die Lefzen zart und dasMaul nicht allzuweit gespalten seyn. Fernerverlanget man an wohlgebauten Pferden ein ho«heü, scharfes Vorderroß, trockne, platte, nichtallzuschmale Schultern, einen gleichen, ebenen,der Länge nach unmerklich gebogenen, an beydenSeiten des eingedrückten Räckgradö erhobenenRücken, ausgefüllte kurze Flanken oder Dün-nungen, ein rundes starkes Kreutz, fleischigeHüften, eine dicke feste Schwanzrippe, große, fiel«schige Oberschenkel, vorn ganz runde Knie,weite ausgeschweifte Kniekehlen, vorn dünne, anden Seiten aber breite Röhren, bloßliegendeFlechsen, kleine Kugeln, nicht stark behaarte Köh-den, dicke, nicht allzulange Fesseln, nicht sonder-lich -erhabne Kronen, schwarzes, glatt und glän-zendes Horn, einen hohen Huf, runde Quartiere,einen breiten, mittelmäßig erhabenen Strahl, ei»ne dünne spitzige Gabel, dicke und ausgehöhlteSohle.

Bey der Verbreitung der Pferde über dengrößten Theil der bekannten Länder des Erd-kreises ist es aber sehr natürlich, daß es vieleRaßen oder Varietäten unter ihnen gibt, diesich durch allerley Abänderungen von diesemIdeale mehr oder weniger entfernen, und durchandere Eigenschaften zu der einen oder der an-dern Bestimmung vorzüglich schicken.

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