Band 
Hundert und zehnter Theil, welcher den Artikel Pferd enthält.
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Pferd..

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So wie eS nun eine für sich redende Sa»che ist, daß die Kenntniß des äußern PseroeS,oder derjenige Theil der Pferdcwissenschaft, wel-cher die äußere Beschaffenheit desselben in Rück«ficht auf Gesundheit mechanisches Gebäude undTüchtigkeit zu diesem oder jenem Gebrauche zumG-genstande hat, nicht allein Pferdeärzten, Ge-siüivvrstehern, Stallmeistern, Bereitern undOff eieren der Cavallcrie nothwendig ist: so käunauch nicht gsteugnet werden, daß diese Kennt-niß alle Menschen interessier, die Pferde haltenoder mir solchen zu thun haben.

Nun gehört aber die Kenntniß des äußernPferdes zu den schwersten Theilen der Wissen«schaft, die für einen Pferdekenncr und Pferde-arzt erfordert wird, und es hat außerdem noch dieAnwendung der Theorie, der Erfahrung zufolge/besonders für denjenigen große Schwierigkeiten,der nicht schon von Jugend auf mit Pferdenumgegangen ist seine Augen frühzeitig geübt undsich auf diese Weise vieles von jener Anwen-dung gewissermaßen mechanisch eigen gemachthat. Es ist deshalb, um sich in dieser Kunst zuvervollkommnen, kein anderer Weg vorhanden,als unter der Leitung eines einsichtsvollen Füh-rers den Körperbau des lebenden Pferdes zustudiren.

Wer es in dieser Wissenschaft zu einigemGrade von Vollkommenheit bringen will, mußbey richtiger Leitung durch viele Uebung sich ei-ne Fertigkeit, scharf uns richtig zu sehen, zuerwerben, und sich mit den von Roßkümmel, sohäufig angewendeten Kunstgriffen, sowohl Feh-ler lin Gebäude, als auch zufällige Mangel zuverbergen, und überhaupt mit der Art undWeise sich bekannt zu machen suchen, wie sie

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