Pferd. 17z
Der Schwanenhals gleicht dem stelz ge-bogenen Halse eines Schwans, der sich sanftaus dem Widerrist erhebt, und mit einer ova-len Krümmung sich dem Nacken nähert. Er istder schönste unter dem Hälsen, und gibt demPferde jenes majestätische Ansehen, was es inHinsicht seiner Gestalt zum Könige der Thiere-eihebt. Spanischen Raßepfcrden ist diese schöneBauart des Halses vorzüglich eigen; eine Eigen-schaft, die sie zu Reitpferden sehr geschickt macht.
Der gut aufgesetzte Hals ist zwar nichtso schön gekrümmet wie der Schwanenhals, in-dessen steigt er doch auch mit ei.ier sanften Leh-nung nach dem Genick aufwärts, und gibt demThiere, wenn auch kein majestätisches, doch einnicht weniger regelmäßiges schönes Ansehen. Denmeisten Mecklenburgischen und Sächsischen Ge-stütpferveu ist diele Bauart des Halses eigen.
Der Hirschhals oder umgekehrte Halserhält seinen Nahmen von der .Ähnlichkeit, dieer mit dem Halse des Hirsches hat. Anstattvom Widerrist bis zum Nacken etwas gekrüm«wer zu seyn, läuft der Hirschyalö in dieser Ge-gend mehr oder weniger nach einwärts gebogenherab. Ein widernatürlicher Uebelstanv, der selbstdem kenntnißlosen Laden ausfälle, und macht dieKrümmung, die er am obern Rande dh Käm,mes haben sollte, am untern Theile der Kehle,er sich in einer gekröpften Biegung von denGanaschen bis zur Brust herabziehet
Dem größten Theile der Pohlnischen' und^artanschen Pferde ist diese' Bauart des Halse»^>gen Ein Umstand, der an der Ullstäten Stel-lung des Halses dieser Thiere unter dem Mund«stücke den größten Antheil hc».