Pferd. 175
das Pferd und den Reiter nur oberflächlich be-urtheilenden Änufer.
Indessen ist diese mangelhafte Bauart mehreine Beleidigung fürs Gestehe, als ein Beweis,der für die übrige Unbranchbarkeit deü Thieresentscheidet. Pferden mit dem mehresten Vermö-gen, mit der grdßeen Bravour, ist oft das Ge-bä « eines übel angesetzten Halses eigen.
Der Speck- oder Gehweinehals erhaltseinen Nahmen von der Eigenschaft, die er mitdem Halse dieses Thieres gemein hat. Der Speck-hals ist jeder Bauart des Halses eigen, vorzüg-lich aber dem Schwanen- und gut aufgesetztenHalse. In Betracht des Geschlechts, scheinen dieHengste eine besondere Geneigtheit zu diesemFehler zu haben, bey welchen man ihn auch ammeisten trifft, und in Hinsicht der Raste scheinter wieder denjenigen Pferden vorzüglich eigenzu seyn, die in einem feuchten Klima geboren,und von keinem Bescheler von edler Abkunftgezeugt sind. Bey Frießländischen, HollsteinischenPferden, die in sumpfigen Gegenden erzogenwurden, findet man den Speckhals aiw-häufig-sten. Am seltensten sieht man ihn bey-türkischen,arabischen, tartarischen und polnischen.Pferden.
Der Speckhals besteht in einer Anhäufungvon Fett, das sich am obern Rande des Halsesfestsetzt. Im Anfange deö Uebels ist er nur mitMühe zu bemerken, mit der Zeir aber wächst erzu einer Größe an, die den ganzen obern Randdes Halses herabbeugt, und die vielleicht außerdiesem Fehler. schöne Gestalt deö Thieres ver-stellet.
Ist ein auf diese Art fehlerhafter Halsnur am Kamme fett, dlck und schwer, so nenntman dieß einen Spcckhals. Schweinehälse
aber