Pferd.
195
unsicher, gleiten im Winter auf dem Eise, oderauf nassem lehmigen Boden leicht aus, fuchtelnim Gange mit den Schenkeln, und ermüdendeßhalb in kurzer Zeit.
Pferde, die mit den vordern Schenkelnweiter als mit den Hintern gestellt sind, habenwenig Vermögen in der Hinterhand, wenigstensnicht so viel, als zur Fortschiebung des verhalt-nißwidrigen starker» Vordectheilü nöthig ist,und sind aus dieser Hinsicht, und theils auch,weil sie mit einer breicern Fläche die Luft zudurchschneiden haben, zum schnellen Laufen un-brauchbar.
Sind die Dordcrschcnkel zu enge gestellt,so streifen sich die Pferde im Fortschreiten, vor-züglich dann, wenn sie ermüdec sind. Ein Feh-ler, der bey Pferden, die zu anhaltenden Mar-schen, zu weiten Reisen bestimmt sind, von Be-deutung ist.
In Hinsicht ihrer Bewegung sind die vor-dem Schenkel mehr oder weniger verschieden,Mehr oder weniger fehlerhaft.
Eine zu kurze, niedrige und schleppendeBewegung im Fortschreiten der Schenkel gebtjum Anstoßen vielen Anlaß, ohncrachtct dasPferd Sicherheit un Vordcrcheil, und Haltungin der Nachhand haben kann. Die meistenPohlnischen und Tariarischen Pferde stoßen we-gen ihres niedrigen auf der Erde schleppendenFvrtschreitenS an; obgleich man vielen Pfer-den von dieser Raße noch in ihrem spätestenAlter das Lob der völligen Sicherheit und derHaltung zugestehen muß.
Schenkel, die beym Fortschreiten in jedemGange zu viel Acrivn, zu viel erhabene Bewe,gung haben, ermüden in kurzer Zeit, und schik-
Nr ken